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So funktionieren die Schweizer Eisenbahnen

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Die SBB gelten als grösste Infrastrukturbetreiberin (ISB) der Schweiz. Im Jahr 2015 verkehrten täglich 10 478 Züge auf dem SBB-Netz, dabei wurden jeden Tag 1,21 Millionen Reisende und 205 000 Tonnen Güter befördert.
 

Inhaltsverzeichnis

 

Geschichte

Schon im Jahr 1530 soll es fahrbare Loren auf Holzschienen gegeben haben. In den englischen Bergwerken führte man gegen Ende des 18. Jahrhunderts spurkranzgeführte Räder ein. Als erste Eisenbahnlinie ging die britische Stockton & Darlington Railway Company (S&DR) in die Geschichtsbücher ein. Sie eröffnete ihre 40 km lange Strecke von Stockton über Darlington und Shildon zu den Kohlegruben von Bishop Aukland am 27. September 1825. Der erste Zug erreichte die Schweiz 19 Jahre später, am 25. Juni 1844 wurde die Strassburg-Baseler-Eisenbahn eröffnet, der Abschnitt durch die Schweiz war jedoch nur 1,8 km lang. Mit der Spanisch-Brötli-Bahn nahm drei Jahre später am 7. August 1844 die erste «richtige» Schweizer Eisenbahn zwischen Baden und Zürich ihren Betrieb auf.
 

Schweizer Bahnnetz

Heute verfügt die Schweiz über eines der vielbefahrensten Bahnnetze der Welt. 2015 verkehrten täglich 10 478 Züge auf dem Bahn Netz der SBB, jeden Tag transportieren die Bundesbahnen über 1,2 Millionen Reisende und über 200 000 Tonnen Güter. Weiter Züge rollen über die Strecken der Privatbahnen. Der Personal- und Energieaufwand für die Bewegung der Fahrzeuge auf den Schienen ist verglichen mit Strassentransporten gering. Anderseits entsteht erheblicher Aufwand für die Erstellung der Verkehrswege und die Zusammenstellung der Eisenbahnzüge. Aus diesem Grund eignet sich das Verkehrsmittel vor allem für Transporte von grossen Massen und Mengen über längere Distanzen. Besonders  beliebt sind in der Schweiz die InterCity Bahnen auf der Ost-West-Achse zwischen St. Gallen, Winterthur, Zürich, Bern, Lausanne und Genf. Ebenso die Linie von Zürich nach Luzern. Die Bahn ist, trotz Doppelstöckern, auf dieser Strecke genauso überfüllt wie die Autobahn A1 – dafür gelangt man mit den Bundesbahnen ohne Stau und meist pünktlich ans Ziel. Um dies zu erreichen, arbeiten viele Mitarbeiter der Bahnen und noch mehr Technik im Hintergrund. Allein im Zentralstellwerk Zürich rattert und klickt es alle paar Sekunden: Das Geräusch stammt von tausenden Relais-Schaltern, die auf dem Gleisfeld um den Hauptbahnhof die Signale und Weichen umstellen. Bevor ein Zug ausfährt, stellt das Stellwerk der Bahn seinen Fahrweg ein. Dann wird das Klicken der Relaisschalter zum Rauschen.
 

Kehr- und Spiraltunnels am Gotthard

Tunnelname Art des Tunnels Länge Streckenabschnitt
Pfaffensprungtunnel Spiraltunnel 1476 m Nordrampe
Wattingertunnel Kehrtunnel 1084 m Nordrampe
Leggisteintunnel Kehrtunnel 1090 m Nordrampe
Freggiotunnel Spiraltunnel 1568 m Südrampe
Pratotunnel Spiraltunnel 1567 m Südrampe
Pianotondotunnel Spiraltunnel 1509 m Südrampe
Travitunnel Spiraltunnel 1547 m Südrampe
 

Digitalisierung und Automatisierung

Diese Begriffe sind derzeit – auch bei den SBB und BLS – in aller Munde. In der Zugkontrolle verrichten bereits seit mehr als einem Jahrzehnt Anlagen jene Aufgaben, für die zuvor noch Mitarbeitende zuständig waren. Eine Erfolgsgeschichte: Seit 2005 ist kein Wagen mehr wegen Heissläufern oder Festbremsern entgleist; in jenem Jahr wurden die Zugkontrolleinrichtungen (ZKE) in Betrieb genommen. Und was passiert genau am Bahnhof Luzern bei den SBB und bei der Zentralbahn?
 

Selbstfahrende Züge

Automatische Eisenbahnzüge sind keine Science-Fiction mehr – denn die Technik ist schon vorhanden. In der Schweiz fährt die Lausanner Metro m2 seit 2008 im vollautomatischen Betrieb ohne Fahrer. Der Ausbau für den gemischten Betrieb braucht noch einige Zeit. Bombardier bietet bereits Assistenzsysteme für Strassenbahnen an. Das System registriert, wenn Menschen den Lichtraum des Trams betreten und analysiert ihren Wegverlauf. Zeigt die Datenauswertung eine drohende Kollision, alarmieren Blinkzeichen oder Tonsignale den Fahrer.
 

Das Buch

Beide Autoren des vorliegenden im Oktober 2017 erschienenen Buches sind Vollprofis und verstehen, wie die Bahn funktioniert. Sie erfahren viele Details über die Fahrbahn- und Fahrleitungstechnik, über Signale und Zugsicherungen, Fahrdienstvorschriften u.v.m. - kompetent und für jedermann verständlich erklärt und illustriert. Der Band enthält viele Grafiken, z. B. werden die in der Schweiz üblichen Signalbegriffe an Beispielen erklärt. Egal ob SBB oder Privatbahnen wie BLS, SOB oder RhB, ob am Bahnhof in Zürich, Basel, Bern oder Luzern – hier erfahren Sie viele Details.
 
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Felix Imhof / Jean-Pierre Baebi
So funktionieren die Schweizer Eisenbahnen
144 Seiten, über 200 Farb- und s/w-Abbildungen
16,5 x 23,5 cm, Hardcover
CHF 36,90
ISBN 978-3-906691-89-3
 
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